Defibrillatoren an der FH Stralsund
Schätzungsweise sterben jährlich mehr als 300.000 Menschen in Europa am plötzlichen Herztod. Allein in Deutschland werden jährlich 100.000 Todesfälle registriert. Damit sterben 12 mal mehr Menschen am plötzlichen Herztod als bei Verkehrsunfällen. Die Überlebensrate der Betroffenen liegt bei etwa 5 bis 10 Prozent. Neuere Studien zeigen allerdings, dass bis zu 70 Prozent der Opfer überleben können, wenn ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) zur Verfügung steht und innerhalb von drei bis vier Minuten zum Einsatz kommt.
Im Allgemeinen dauert es jedoch durchschnittlich sechs bis zwölf Minuten, bevor ein Notarztwagen am Ort eines medizinischen Notfalls eintrifft. Jede Minute, die ohne Defibrillationsschock vergeht, bedeutet eine Verringerung der Überlebenschance um etwa 10 Prozent. Eine frühe Defibrillation kann für den Betroffenen lebensentscheidend sein. Allerdings müssen AED's flächendeckend verfügbar sein, um dies zu ermöglichen. In vielen Bereichen des öffentlichen und geschäftlichen Lebens gibt es bereits AED-Programme, die mit großem Erfolg umgesetzt wurden, z.B. in Flughäfen.
Die Fachhochschule Stralsund hat sich dazu entschlossen, das Notfallsystem durch die Integration eines Frühdefibrillationsprogramms zu ergänzen, um Studentinnen bzw. Studenten, Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern und Besucherinnen bzw. Besuchern im Falle eines plötzlichen Kreislaufstillstandes die bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen.

Philips HeartStart FRx |
Der HeartStart FRx ist ein speziell für Laien entwickelter Defibrillator. Er ist einfach zu bedienen und ermöglicht bei plötzlichem Herztod die Verabreichung eines elektrischen Impulses durch den Brustkorb auf das Herz. Bei der Entwicklung wurde darauf geachtet, dass gerade auch Laien das Gerät bedienen können. Ein integriertes Sprachmodul gibt dem Anwender mündliche Anleitungen zu den einzelnen Schritten der Defibrillation. Der Anwender aktiviert den HeartStart FRx durch einfaches Öffnen des Deckels. Sobald der Ersthelfer das Gerät geöffnet und die Elektroden auf dem Patienten aufgeklebt hat, benötigt der HeartStart FRx keine weiteren Bedienungsschritte. Das Gerät beurteilt automatisch die Herzaktivität des Patienten und verabreicht, falls erforderlich, den geeigneten Elektroschock.
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Verantwortlich: Pier Angermann
Letzte Änderung: 08.02.2012
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