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Die Hansestadt Stralsund - eine Stadt mit Vergangenheit und Zukunft

Eine über 770 Jahre alte Geschichte, das heißt für Stralsund eine überall präsente Vergangenheit als Hansestadt. Die mehr als  800 denkmalgeschützten Bauwerke erzählen von den alten Hansezeiten und fast zwei Jahrhunderten schwedischer Besatzung. Welch ein kultureller Schatz, in dem Stralsunds Zukunft liegt.

Stralsund erhielt 1234 Lübisches Stadtrecht. Die geographischen Verhältnisse boten für die Stadtgründung und Entwicklung beste Voraussetzungen.


Luftbild Stralsund
Die ökonomische Grundlage des mittelalterlichen Stralsunds bildete infolge des leichten Zuganges zur Ostsee der Seehandelsverkehr. Schon vor der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert erlangten Stralsunder Kaufleute auf den Märkten Skandinaviens besondere Rechte. Bald danach verkehrten ihre Schiffe in den bekannten Häfen Ost-, Nord- und Westeuropas. Daneben entwickelten sich in Stralsund besonders Produktionszweige, die dem Handel und seinen Bedürfnissen dienten, wie das Böttcherhandwerk und der Schiffbau.
Mit dem wirtschaftlichen Erstarken der Stadt zeichnete sich gleichzeitig eine größere politische Selbständigkeit ab. Die Städte verbanden sich zur Wahrung ihrer Interessen in der Hanse. 1293 schlossen sich zunächst Lübeck, Wismar, Rostock, Greifswald und Stralsund in dieser Gemeinschaft zusammen.

Die Entwicklung der Stadt wurde wiederholt durch Kriege unterbrochen. Nach fast zehnjährigem Ringen um den Sieg der Städte wurde der Friedensvertrag am 24. Mai 1370 im Stralsunder Rathaus besiegelt. Stralsund hatte damit einen Höhepunkt in seiner ersten Entwicklung erreicht. Aber mit dem Niedergang und Zerfall der Hanse verlor die Stadt ihre hervorragende Bedeutung. Von 1648 bis 1815 gehörte Stralsund mit Vorpommern zu Schweden. 1815 wurde die Stadt preußisch. Der zweite Weltkrieg fügte der Sundstadt schwere Wunden zu.

Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges wurden nicht nur neue Wohngebiete, sondern auch Betriebe, wie die Volkswerft, der Seehafen und Betriebe der Lebensmittelindustrie errichtet bzw. erweitert. Es entstanden leistungsfähige Kultureinrichtungen, die Stralsund zu einer vielbesuchten Kulturstadt werden ließen. Insbesondere das Meeresmuseum, aber auch das Kulturhistorische Museum, das Theater, der Tierpark und das Stadtarchiv ziehen jährlich hunderttausende Menschen in ihren Bann.

Auch heute noch lassen historische Bauten, die vielfach bereits restauriert wurden, in einem reizvollen Gemisch unterschiedlicher Stilepochen die Vergangenheit wieder lebendig werden. Eingeschlossen von der einstmals schützenden Stadtmauer erheben sich gotische Bauwerke im leuchtenden Backsteinrot und machen das Bild der Stadt unverwechselbar. Die Türme der drei mächtigen Pfarrkirchen ragen eindrucksvoll in den Himmel und prägen see- und landseitig die Silhouette Stralsunds.

Einen Beweis großartiger filigraner Baukunst im Stile der norddeutschen Backsteingotik liefert u.a. das Rathaus.


Rathaus mit Jakobi
An seiner Fassade erinnern Stadtwappen an enge partnerschaftliche Seehandelsbeziehungen. Genauso untrennbar mit Stralsund und seinem Rathaus verbunden - der Schwedenkönig Gustav II. Adolf, dessen Büste den Innenhof schmückt, und das prachtvolle Wappen am Westportal als Relikt aus der "Schwedenzeit". Die Schmuckfassade des Rathauses, Wahrzeichen der Hansestadt Stralsund, ist heute zum unverwechselbaren Symbol für Vergangenheit und Zukunft geworden.
Ein Bummel durch die Hansestadt, durch ihre engen Straßen, die fast alle zum Wasser führen, lässt die Geschichte erahnen. Die Zeugen einer überaus wechselvollen Vergangenheit findet man auf Schritt und Tritt.

Am 27. Juni 2002 ist das Denkmal 'Historische Altstädte Stralsund und Wismar' in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen worden. Damit folgte man einer Empfehlung des Internationalen Rats für Denkmalpflege (ICOMOS), der neben ihrem 'universellen Wert' insbesondere die Zusammenarbeit der beiden Städte sowie ihre Bemühungen um Denkmalschutz und -erhalt herausstellte.

Wichtige Wirtschaftszweige der Stadt sind Schiffbau, Baugewerbe, Metall- und Holzverarbeitung sowie der Seehafen. Industrie- und Gewerbegebiete bieten für die Ansiedlung von Unternehmen günstige Ausgangsbedingungen. Die geographische Lage macht Stralsund zur europäischen Drehscheibe mit Brückenkopffunktion nach Skandinavien und ins Baltikum. Ausdruck der weiteren Entwicklung der Hansestadt sind u.a. die Ansiedlung weiterer mittelständischer Firmen, der inzwischen abgeschlossene Umbau der Volkswerft zur Kompaktwerft, der Ausbau der Marinetechnikschule, des Berufsförderungswerkes, der Fachhochschule und der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte.

Die Hansestadt Stralsund ist mit einer Fläche von 39 km² und ca. 57.000 Einwohnern die größte Stadt in Vorpommern.

Unmittelbar vor den Toren der Hansestadt Stralsund liegt Rügen, Deutschlands größte Insel. Sie beeindruckt durch ihre reizvolle Landschaft und ihre herrlichen Ostseestrände. Der Nationalpark Jasmund mit den berühmten Kreidefelsen, das Jagdschloss Granitz, die Stadt Putbus, die Seebäder Binz, Sellin und Göhren sowie vieles mehr sind beliebte Ausflugsziele. Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft liegt direkt vor der Tür. Er ist im Herbst Rastplatz tausender Kraniche auf ihrem Weg in den Süden. Auch die reizvolle Insel Hiddensee und die Halbinsel Zingst-Fischland/Darß sind beliebte Ziele in der Region um die Hansestadt Stralsund.

Wenn Sie neugierig geworden sind, können Sie sich auf folgenden Homepages informieren:

Hansestadt Stralsund      Halbinsel Fischland/Darß
Insel Rügen           Ostseebad Prerow
Insel Usedom          Ostseebad Binz

Ostseebad Sellin        Urlaub in MV

 

 

 

 


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Verantwortlich: Claudia Rahn
Letzte Änderung: 10.01.2011

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